Fünf Fälle, die hier immer wieder vorkommen
Der erste ist der ganze Hausstand. Ein Haus mit Keller, Dachboden und Garage bringt
schnell mehr Volumen mit, als in einen Wagen und einen Arbeitstag passt. Dann wird
der Umzug auf zwei Tage verteilt: am ersten geht heraus, was gepackt und zerlegt
ist, am zweiten folgen Garage, Gartenhaus und der Rest aus dem Dachgeschoss. Ein
solcher Zusatztag kostet ab 320 € und steht als eigene Zeile im Angebot,
damit ihn niemand erst hinterher als stille Verlängerung erlebt. Fall zwei ist ein
einzelnes Stück, das aus der Reihe fällt: ein Flügel, ein Tresor, eine Bücherwand
aus Massivholz. So etwas wird nicht mit dem übrigen Hausrat verrechnet, sondern
getrennt geplant und getrennt bepreist: vier Kräfte, Rollbrett und Gurtzeug,
ab 189 €.
Fall drei betrifft das, was nach dem Auszug übrig bleibt. Keller, Dachboden, Garage
und Gartenhaus sind über Jahrzehnte gewachsen, und geräumt wird deshalb nach
Kubikmetern statt nach Zimmern, mit besenreiner Übergabe. Fall vier hat mit Terminen
zu tun: Beim Hausverkauf fallen Übergabe und Einzug selten auf denselben Tag,
manchmal liegen Wochen dazwischen. Dann wird der Wagen beladen und nicht entladen,
die Stellfläche im Lager tageweise gerechnet und die Zustellung als zweiter Termin
geplant. Bleibt Fall fünf: Wer nach Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf oder Potsdam
zieht, braucht keinen Fernumzug. Das ist eine Fahrt über die Stadtgrenze, die wir als
Stadtumzug rechnen; die Umlandfahrt selbst kostet ab 65 € und steht
gesondert auf der Rechnung.
Der Weg vom Haus zum Wagen ist keine Leistung, sondern die Bedingung, unter der alle
anderen stattfinden. Ein Grundstück mit Vorgarten und Toreinfahrt verlängert jeden
einzelnen Gang, und bei einem ganzen Hausstand sind das hunderte. Deshalb messen wir
ihn bei der Besichtigung und schreiben ihn als eigene Zeile ins Angebot.
Was ohne Aufpreis mitkommt
Werkzeug, Rollbretter, Spanngurte und Möbeldecken liegen im Wagen, gleich welche
Leistung Sie gebucht haben. Türen werden ausgehängt oder abgepolstert, Treppenkanten
und Parkett geschützt, handelsübliche Möbel zerlegt und am Ziel wieder
zusammengesetzt. Die Kolonne rückt in der vereinbarten Stärke an und bleibt
zusammen, es wird niemand mittags zu einem anderen Auftrag abgezogen. Und die Fahrt
zwischen den beiden Adressen taucht auf der Rechnung einmal auf, nicht zweimal.
Getrennt ausgewiesen werden dagegen Kartons und Packpapier, der Möbellift, das Lösen
und Neusetzen der Einbauküche sowie alles, wofür ein Anschluss an Strom, Gas oder
Wasser getrennt werden muss. Diese Posten stehen einzeln im Angebot, weil viele
Haushalte hier einen Teil davon selbst erledigen oder ihr eigenes Fachhandwerk dafür
im Haus haben.
Selten bleibt es bei einer einzigen Leistung
Ein typischer Auftrag sieht hier so aus: Der Flügel geht als eigener Posten voraus,
am nächsten Tag fährt der Hausstand, und in der Woche darauf werden Keller und
Gartenhaus leergeräumt. Drei Leistungen, ein Auftrag, eine Rechnung, auf der jede
Position dennoch für sich steht. Halteverbotsschilder kommen darin oft gar nicht
vor, weil vor dem Haus eine eigene Einfahrt liegt und der Wagen dort ohnehin steht.
Kommt eine Einlagerung hinzu, ändert sich vor allem der Kalender. Der Wagen wird am
Auszugstag beladen und eben nicht entladen, die Stellfläche läuft tageweise, und die
Zustellung ist ein zweiter Termin, der Wochen später liegen darf. Wo das Lager steht,
nennen wir nicht, denn dort findet kein Kundenverkehr statt. Das Herausfahren und
Zustellen bleibt in unserer Hand, Sie selbst tragen an keinem der beiden Tage.
Welche Kette bei Ihnen zusammenkommt, ergibt sich bei der Besichtigung, und die
kostet nichts. Wenn Sie die Kartons selbst packen, den Dachboden selbst leerräumen
oder den Transporter selbst fahren möchten, fällt der Posten aus dem Angebot heraus,
statt vorsichtshalber darin stehen zu bleiben.